In den Anfangsjahren war das Internet für Unternehmer und Privathaushalte noch eine relativ teure Geschichte. Vielleicht wissen Sie es noch: Einer der ersten Internet-Provider war das 1994 in Hamburg gegründete MAZ. In den frühen Jahren des Internet waren viele kleine Internet-Anbieter, die sich meist aus Computerfirmen entwickelten, Wegbereiter. Aber auch Visionäre haben sich von der Faszination Internet anstecken lassen.

Breitband-Internetzugang

Da Mitte der 90er Jahre das Internet rasant zulegte und das unaufhaltsame Datenverlangen konstant zunahm, waren die in dieser Zeit verbreiteten Internetzugänge dafür nicht ausgelegt und kaum noch zu bewerkstelligen. Das Losungswort: DSL! Hiermit konnten Daten mit hohen Übertragungsraten bewältigt werden.

Telekom — erster DSL-Anbieter in Deutschland

In Deutschland wurden 1999 die ersten Anschlüsse für DSL geschaltet, das aber anfänglich nur für spezielle Städte angeboten wurde. Dies waren Großstädte wie Berlin, Frankfurt am Main, München, Hamburg, Köln, Bonn, Stuttgart und Düsseldorf. In erster Linie richtete sich das Angebot an Geschäftskunden. Für Privathaushalte war das damals eine nahezu unbezahlbare Sache — kosteten die ersten Anschlüsse an die 1.000 DM.

DSL-Erweiterung auf Privathaushalte

Schnell merkte der Anbieter, dass auch in Privathaushalten eine rege Nachfrage nach schnelleren Leitungen bestand. Jedoch lagen die Kosten für einen Anschluss damals bei um die 100 Euro. Das war aber noch nicht alles. Dazu kam eine gesonderte Berechnung für das Datenvolumen, sodass der Bürger noch mal bezahlen musste, und das nicht wenig.

Die DSL-Erfolgswelle

Endlich hatten sich in den 2000er Anfängen mit den ersten Flatrate-Tarifen für die Internetverbindung per DSL auch für den Normalbürger die Kosten etwas abgemildert. Mit der Flatrate kam ein Pauschalbetrag, der die Internet-Nutzer solange und so viel sie wollten im Internet surfen ließ. Ein Zeitlimit gab es nicht mehr und für das Datenvolumen fiel auch kein gesonderter Preis mehr an. Etwa um 2009 browsten in Deutschland zirka 20 Millionen Haushalte mit DSL. Von Beginn an bis jetzt hat sich das Volumen der Datenautobahnen zig Mal vervielfacht.